D A N K E

Am Ende einer für mich spannenden, anspruchsvollen, erlebnisreichen Reise bleibt mir nur noch Danke zu sagen.
Ich danke allen, die mir schon alleine durch das Lesen dieses Blogs immer noch ein klein wenig zusätzlichen Schub für die Fahrten bergauf gegeben haben. Ganz besonders den Kommentatoren, die gewissermaßen aktiv geschoben haben. Und diejenigen, die gefühlt direkt dabei waren.
Ich danke auch denen, die mir auf dieser Reise so angenehme Begleiter gewesen sind. Diese Personen, die für mich ein wesentlicher Grund sind, derartige Dinge überhaupt machen zu wollen. Ganz besonders der DAV- Familiengruppe im Engadin und Ivàn vor 3 Tagen, die mich so spontan und herzlich willkommen geheißen haben.
Ein großer Dank geht geht auch an das ganze geschehen. Sehen zu dürfen, wie vielfältig die Alpen sind, wie unendlich viele Gesichter in ihnen stecken. Danke ihr Alpen.
Zu guter Letzt Danke ich der Tatsache, daß diese Reise für mich und Alex, meinem Fahrrad, absolut ohne Blessuren zu Ende gegangen ist. Für mich war am Anfang nur ein harmloser Check notwendig, Werkzeug habe ich nur einmalig gebraucht, um Alex zugreisetauglich zu machen.
  ! ! !   D A N K E ,  D A N K E , D A N K E ! ! !

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Der Brenner

Alex, mein Fahrrad, muss für die Rückreise in eine Fahrradtasche. D.h. demontiert und in die besagte eingetütet werden. Dann brauchen wir für Alex allerdings auch kein Ticket mehr, da er dann als Gepäck behandelt – nein besser gesehen wird. Das mußte heute morgen noch organisiert werden. Zu einem kurzen Besuch des Castelos und nem Rundgang durch die Kathedrale hat es dennoch gereicht.
Nun hoffe ich gut über den Brenner zu kommen, denn es ist zur Zeit wohl die einzige Möglichkeit von Italien aus mit dem Zug über die Alpen zu gelangen, da die Verbindung über die Schweiz derzeit ‚eingebrochen‘ ist.
… Hat geklappt… Sitze im Nachtzug von Innsbruck nach Hannover und wünsche allen eine gute Nacht!

Milano

Spaßeshalber die Nacht mit den Füßen fast im Meer ohne Zelt auf einer Liege verbracht. Nervig waren nur die unzähligen Mücken.
Mit dem Zug über Genua (Sightseeing im Schnellstverfahren, die Stadt muß noch mal gemütlich erkundet werden) nach Mailand, ich habe unterwegs fast nix mitbekommen hatte einiges an Schlaf nachzuholen. Nur ein kurzes Gespräch mit ner jungen Spanierin, die mit ihrer Freundin mit dem Rad von Barcelona nach China unterwegs ist.
In Mailand mußte ich noch meine Weiterfahrt organisieren. Kurze Verwirrung, da die Schalterbeamten immer was von ‚über Monaco‘ brabbelten. Da wollte ich doch nicht wieder zurück! Sie meinten aber Monaco = München. Dafür hab ich ein paar Schleifen gebraucht bis ich das gewechselt hatte.
Für Mailand war sogar noch ein wenig Zeit für das wichtigste im Schnelldurchgang: die Galleria Vittorio Emanuele, … und natürlich die Kathedrale.

Noch mehr Meer

Nach der Ruhe in den französischen Bergen merke ich, dass der Massentourismus an den Stränden nicht so meins ist. Daher zieht es mich mehr ins Hinterland, da wo auch die Klettergebiete von Finale versteckt sind. In die ein oder andere abgelegene Trattoria oder den Agriturismo, wo man gute regionale Küche zu günstigen Preisen bekommt. Gemütlich Richtung Alessandra, von da aus am Samstag mit dem Zug gen Heimat…
Leider ist die Navigation fürs Radfahren noch nicht so ganz ausgereift. So wurde aus einem reizvollen Sträßchen ein Weg, Piste … ein Mountainbiketrail. Nicht erkennbar im Routenverlauf des Navis. Hab es nach wenigen km abgebrochen und wiederum das Beste daraus gemacht:-) – bin nun zurück am Mittelmeer. Der kleine, bis auf den letzten Meter belegte Campingplatz liegt direkt am Wasser. Man kann sagen der Campingplatz ist sehr familiär. Von außen gesehen hat er durchaus den Anschein eines Trödelmarktes. (Die Privatsphäre ist stark beschränkt – spielt bei netten Nachbarn aber eh eine untergeordnete Rolle:-).)

F I N A L E !

Ein letzter Blick am frühen Morgen auf Nizza bzw seinem Nachbarort Villefranche…
Monaco, ein Ort für die schönen und reichen dieser Welt. Da gehöre ich nu mal nicht dazu. – So hatte ich es mir im Vorfeld ausgemalt und deshalb mein Ziel in Finale Legure festgelegt.
Also Monaco,hat wirklich nicht viel schönes zu bieten. Und von den Reichen sieht man nur deren Yachten im Hafen. Die Menschen, denen man auf der Straße begegnet sind ganz gewöhnliche, zumeist wohl einfache Touristen.  (Der unübersehbare Bauboom in Monaco dient wohl rein dazu unseren Reichen ein Alibidomizil im Steuerparadies zu bieten.)
Neben der Tatsache mehrere km verschiedener Etappen der Touren de France gefahren zu sein kann ich nun auch sagen eine Formel1 Strecke angetastet zu haben. Und dabei sogar auf gerader Strecke nen Maserati überholt :-).
Nen ganz großen Dank nochmal an Ivàn, der sich so viel Zeit für mich genommen, mir so viel gezeigt und mich heute morgen noch ins Fürstentum gebracht hat.
– Trotz allem,  das offizielle Zielfoto vor der Residenz in Monaco!  –
Dann mußte ich mich auch sputen weiter zu kommen, denn bis Finale war es noch weit.
Teilweise verlief ein Radweg auf einer ehemaligen Eisenbahnlinie, was zum fahren sehr angenehm war. Ansonsten ziemlich anstrengend mitten im chaotisch italienischen Verkehr mit all den Motorrollern und deren Gestank. Entlang der Küste Stränden wie aus dem Reiseprospekt.
Am Ende hieß es dann erst mal ankommen. – Ist mir gelungen – juchu! Erkunden werden ich die nähere Umgebung erst morgen können. Bis dahin…!

Nee

Nee, hab das Ziel heute nicht erreicht. Die Gastfreundschaft von Ivàn und Luanda, das Essen und Nizza haben mich zu sehr abgelegt, so dass ich heute spontan einen Pausentag eingelegt habe.
So ganz ohne Radfahren ist der Tag aber dann doch nicht geblieben, so waren unsere Radtouren immer ein Thema und ne kleine Runde durch die nächtliche Stadt haben wir auch noch gedreht. Nizza ist immer eine Reise Wert!

Schlucht(z)

Ein Blick auf die Landkarte und man sieht das Ziel ist nahe. – Da zieht Frankreich noch mal all Register! Dem Pass, dem man unberechtigter Weise keinen Namen gab, kleine, alte Dörfchen, die direkt auf steilen Felswänden gebaut wurden. Und nun die Schlucht(z) der Vesubie. Da steckt ein großes Stück Wehmut mit in meinem heutigen Gepäck. Denn das ist nun die letzte Abfahrt dieser Tour. Ab jetzt wird es flach – nein sagen wir mal stark hügelig.
Gleich treffe ich mit einen Bekannten, den ich auf der Tour nach Granada kennen gelernt habe. Ich hab vor ner Weile mit ihm Kontakt aufgenommen und er hat mich zu sich eingeladen. Er lebt in Nizza, so mache ich noch einen kleinen Schlenker dorthin.

Bitte folgen!

Der Nationalpark Mercantour: Um nicht unglaubwürdig zu werden zunächst das Urteil eines Mitstreiter: ‚Das war das Beste, was ich in den letzten Tagen gemacht habe!‘ Dem werde ich nicht widersprechen. Mein Fazit: Das einem nach so vielen Eindrücken noch irgendwas umhauen kann… Und das hat es!
Ein Radlern umrundete und beäugte eine Weile mein Rad und fragte wo denn nun der Akku verbaut sei? – ‚Akku? Was du dir da anschaust ist kein Motor sondern die Schaltung und die wird angetrieben mit der Energie aus Kuchen…‘
Im Anschluss an den Pass im Nationalpark suchte ich für einen Moment die Orientierung mit Hilfe meines Navis. Ein Autofahrer rief mir zu: ‚Folge mir!‘. Bin der Anweisung gefolgt. Klar, es ging mal wieder bergauf. Hätte man sich hier auch denken können. Das Ende des Tages wurde mir mit grandiosen Desserts beim Italiener versüßt :-).

Süß

Heute war es nicht besonders spannend. Nur der ‚Transit‘ zu einem Nationalpark, von dem ich aber bisher noch keine weiteren Infos habe. Da werde ich mich überraschen lassen. Bin gespannt und freue mich schon drauf.
Hauptsächlich Strecke auf der Nationalstraße, was hier in Frankreich aber stressfrei machbar ist, Stops in ein paar kleinen Dörfchen, wieder ein kurzes Bad in nem Stausee…
Ziel: Barcelonnette – ein Ort wie sein Name, süß 😉

Alles Käse

In allen Dörfern, an allen Pässen wird er angeboten. Selbst hergestellter Käse. Und nicht zum ersten Mal war ich guter Kunde. Sau gut das Zeug!
Heute traf ich Adam, auf seinem Weg nach Portugal. Irgendwann konnte ich ihm aber nicht mehr folgen und viel ab. Erst im nächsten Café hab ich ihn wieder eingeholt. Wir sind noch kurz an einen Stausee gegangen um uns von der heutigen Hitze abzukühlen. Während dessen stand mein Fahrrad mitsamt einer schwarzen Trinkflasche am Rahmen im der prallen Sonne. Als wir weiter fuhren war das Wasser p… warm. Zum aufbrühen eines Kräutertees hätte die Temperatur bestimmt gereicht.
Adam und ich sind noch ne ganze Weile zusammen geradelt, bis er seinen Weg nach Portugal einschlug, ich den zum Col du Noyer. Den hatte ich fast ganz für mich alleine.

Madeleine

Col de la Madeleine – bei solch einem schönen Namen sind die Erwartungen hoch. Ja, schön war es in jedem Fall: ruhig, beschaulich, steil, ganz schön kräftig fordernd.
Unterwegs traf ich Tobi, wir sind einige km zusammen gefahren. Und oben am Pass einen Rheinländer, aus dem es nur so heraus sprudelte, welche Pässe wir weiter noch zu fahren hätten.
Obwohl all die Pässe durch die Tour de France hinlänglich bekannt sind läuft hier alles ganz entspannt ab. Die Senioren spielen direkt an der ‚Durchgangsstraße‘ Boule, selbst wandern auf den Passstraßen ist möglich. Das ist es, was mir an Frankreich so gefällt.
Noch ein Hinweis für alle Raser: Ihr fahrt mit Abstand am besten!

https://www.komoot.de/tour/t21435865?ref=atd

Fotoshooting

Am Mont Blanc. Dieser Berg stand im Mittelpunkt des heutigen Tages. Unzählige Fotos hab ich geschossen. Allgegenwärtig, imposant, mächtig. Leider hat er sich immer wieder hinter den Wolken versteckt, der Gipfel hat sich nicht zeigen wollen. Dafür seine Nebengipfel und Gletscher, die fast bis ins Tal reichen. Zumindest in Charmonix, der europäischen Hauptstadt des Alpinsports – so mein Eindruck. Da war richtig was los!
Am Ende, der Tag war innerlich schon abgeschlossen, da gab es eine Straßensperre. Bittere 200Hm plus und einige km extra.
Eingeplant waren so 20% ‚extra-km‘ auf der gesamten Strecke, die für nen Abzweig in einen Ort, zum Campingplatz oder für nen verpassten Abzweig, oder obiges Problem zusätzlich anfallen. Dass aber der Navi Serpentinen ‚optimiert‘, das hatte ich nicht auf dem Plan.
Nochmals einige zusätzliche km! Mit nem Downhill-Rad hätte man vielleicht die Abfahrten hinbekommen.

Gruß aus Münster…

nach Münster und ins Münsterland!
Im oberen Teil des ‚Rhonetals‘ findet man die schönen, fast mittelalterlich wirkenden Dörfchen (wie z.B Münster) mit ihren Heuschobern und Viehställen. Später wird es dann eher unspektakulär. Da es immer leicht bergab geht nutze ich die Gelegenheit ganz entspannt km zu machen. Heut ist Feiertag in der sch
Am Ende lande ich in Martigny, einer süßen kleinen Stadt am Fuße des Monte Blanc. Hier lasse ich mich nieder und lege mich jetzt schon auf meine kommendes Hauptgericht fest: Crêpes. (Mit meiner täglichen ‚Portion Obst‘ muß ich mir nu wohl auf anderer Weise als über Kuchen versorgen)

https://www.komoot.de/tour/t21315899?ref=atd

Es tut mir leid…

für euch: Meine Begeisterung im Vergleich zu gestern hat sich eher noch gesteigert.
Zunächst bin ich weiter hoch zum Oberalbpass gefahren. Zu einer der Rheinquellen (na ja fast, fehlten nur noch 3km zu Fuß). Dort traf ich Heinz einen Freudesgenossen. Von dort aus hinab durch das Gotthardmassiv und gleich wieder hoch zum Furkapass um auf der anderen Seite ins Wallis ab zu steigen. Dazu sollen die Bilder sprechen…
Eines muss man den Alpenstaaten ja lassen: die Radwege sind allesamt sehr gut ausgebaut und beschildert. (Das ist es schon ein wenig beschämend, die sind uns da teilweise weit voraus.)
Zur Zeit sind einige Wegabschnitte durch den Wald, heißt geschottert. Das geht dann schon deutlich mehr in die Beine, dafür muss man sich nicht gleich so erschrecken, wenn – wie aus dem Nichts – ein Auto oder Motorrad neben einem auftaucht. Das hat man schon mal und den Pässen. – Einige halten einem begeistert den Daumen hoch. Das baut auf.
Das mit den Autos und Motorrädern ist schon so eine Sache: mit welchem Lärm und Tempo die durch die Nationalparks fahren dürfen und es auch tun . Für die Ruhe suchende Umwelt keine Gnade.

Alles bestens!

Alles in allem ein grandioser Tag!
Zuerst das Frühstück mit meiner Gastfamilie. Ich hab mich total wohl gefühlt in deren Mitte. Nochmals einen herzlichen Dank!
Was diesen Tag sonst noch so ausgemacht hat? Zum einen der UNESCO Biosphärenparkpark Mustar im Engadin, direkt angrenzend der Nationalpark Svizza, zwei schöne Pässe (den ersten gleich am Start), radeln am Inn und die Ankunft im oberen Rheintal (Vorderrhein).
Unterwegs hatte ich immer ein Lied im Kopf: An Tagen wie diesen… (Toten Hosen)
Getreu dem Motto eines Freundes, der gerade durch Südamerika tourt: ‚reisen ist leben‘ – da bin ich auch gerade mitten drin.!

https://www.komoot.de/tour/t21186828?ref=atd

Gast sein

Noch mal Stadtbummel. In Meran. Sehr schön, hat mir vergleichsweise nicht ganz so gefallen wie Brixen und Bozen, aber auch hier ein beeindruckendes Panorama.
Am Etschtalradweg gibt es für ne kleine Rast immer ne Möglichkeit: Cafés, oder mal ein Weiher…
Nach etwa 100km Apfelplantagen (die leider häufig sehr chemisch gerochen haben) biege ich von der Etsch ab und bin plötzlich in der Schweiz. Keine Massen an Radlern mehr. Ruhe, Natur.
Zeit für ‚Feierabend‘ doch mal wieder war der angegebene Campingplatz nicht mehr existent. Ich kam aber mit jemand ins Gespräch der mit einer DAV-Familiengruppe in einem nahe gelegenen altem Haus übernachtete. Sie luden mich ein ihr Gast zu sein. Das hab ich gerne angenommen und ich wurde sehr gut aufgenommen. Danke euch allen dafür!

https://www.komoot.de/tour/t21092483?ref=atd

Es wird besser

Bei abklingendem Regen hieß es dann Zelt einpacken. Die Bäche stehen noch ziemlich hoch, auch wenn sich die Wetterlage seit letzter Woche deutlich verbessert hat. Und die Prognosen…
Trotzdem gab es auch heute so einige Male Gewitter. Heißt 10min Radau und Regen, dann wieder Sommenschein. Zum Glück gab es immer rechtzeitig was zum unterstellen, oft alte Eisenbahntunnel (jetzt Radweg). Und da trifft man auch schon mal wen.
Einen jungen Franzosen zum Beispiel, der seit 3/einhalb Jahren um Europa wandert und so auf stolze 17.000km, 7 Paar verschließenee Schuhe 3 Zelte… kommt.
Am Ende des Puztatals hab ich mir noch die schönen Städte Brixen und Bozen angeschaut.
Nun bin ich im Etschtal. Da wo unsere Äpfel her kommen (… wenn nicht aus dem Alten Land).

https://www.komoot.de/tour/t21046890?ref=aau

Ausgestrudelt!

Mittlerweile hab ich Italien erreicht und muss mir für die nächsten Tage ein neues Hauptgericht suchen.
So ganz freundlich wurde ich allerdings nicht empfangen. Mit überschreiten der Grenzlinie ist mal wieder ein Gewitter aufgezogen. Hab mich rechtzeitig untergestellt und mir nen Kaffee gekocht.
Kaffee fertig -> Gewitter fertig => weiter
Es blieb aber weiterhin regnerisch und auf dem Pass bei Dobbiaco, den ich eigentlich fahren wollte ist vor einigen Tagen eine Moräne abgegangen, die bis dato noch nicht vollständig geräumt werden konnte. So nahm ich den nächsten Pass, den Furkepass. Bei diesem Panorama darf ich aber auch nicht meckern. Gute Nacht!

https://www.komoot.de/tour/t21006958?ref=atd„>https://www.komoot.de/tour/t21006958?ref=atd

Klein Jürgen

… vor dem großen Glockner.
Erstaunlich viele Radfahrer haben sich diesem steilen, nicht enden wollenden rumgekurve hingegeben. Ein älterer Mitstreiter meinte scherzhaft, die Bergetappen der Tour de France seien vergleichsweise ein Kinderspiel. Unnötigerweise zogen im oberen Teil starke Windböen auf. Da hieß es: absteigen, Fotos machen, bis die Böe vorüber ist. (Der gemeine Autofahrer: Parkbucht anfahren, Beifahrerscheibe runter, Frau macht Foto, weiter fahren)
Zugegeben, ich habe auch mal geschoben. Bergab, weil ich Angst hatte die Felgen würden zu heiß laufen.
Dem großen Erlebnis Großglockner (-> Zielfoto) folgte ein herrlich entspanntes ausrollen durch ein schnuckeliges Tal entlang eines kleinen, wilden Baches.
Wer übrigens meint ich sei mit meinem Vorhaben verrückt, der erklärt Österreich für ein Irrenhaus. Was hier so an Radlern unterwegs ist: ganze Reisegruppen – und das auch im steilerem Gelände. Auch mit Fahrrad ohne ‚e‘

https://www.komoot.de/tour/t20970966?ref=atd

Ohne ‚e‘

Es gibt noch einen Grund, die tägliche Dokumentation zu vernachlässigen: man gleitet so ganz vertieft durch die Landschaft und genießt. Wie hier am Grimmig an der Dachstein Kette. Der Enns-Radweg ist so flach als sei er in der norddeutschen Tiefebene, radeln geht auch Fluß aufwärts locker ohne ‚e‘. Genuß pur! (Dem entsprechend gut besucht.) Anstrengend wird es nur wenn man den Ennaradweg verlässt.
Am Ende, bei dem bekannten Skiort Altenmark, bin ich in eine ‚Transitstrecke‘ gewechselt. Für den nächste Höhepunkt der Tour: der Hohentauern Nationalpark.
Am Abend traf ich noch ne Französin. Witziger Weise fährt sie genau auf meinem Weg nach Wien, und ich werde in den nächsten Tagen genau auf ihrer zurück gelegten Strecke fahren.

https://www.komoot.de/tour/t20908445?ref=atd

ZURÜCK

IM FAHRRADIES! Befund = 0, war wohl nur fehlender Schlaf und ne verspannter Wirbel. Alles gut.
Auf den ersten km nervte mich eine saumäßige Beschilderung des Radweges. Das Navi hätte mich längs der Hauptverkehrsstraße geleitet, es gab aber EIN Schild in der Innenstadt von Leoben, welches einen Radweg auswies. Durch erfragen ging es dann doch ihn zu finden.
Über einen mäßig interessanten Pass nach Eisenwerk, wo ein ganzer Berg schichtweise abgeräumt wird (na wofür wohl?)…
Alles nicht aufregend, bis ich dann den Nationalpark ‚Gesäuse‘ erreicht habe. Entlang der Enns zwischen grandiosen Massiven.
Sagen wir mal das erste richtige Highlight.
Da fährt man oft stundenlang und fotografiert irgend etwas um den Tag einigermaßen dokumentieren zu können und plötzlich ist man mitten in der schönsten Landschaft und kommt nicht mehr vom Fleck, weil jeder Meter einem neue Eindrücke um die Ohren haut. Welch Last 😉
Ein wenig Pech hatte ich dann doch noch: der erste Campingplatz – war geschlossen, dann war der Radweg an einer Stelle knietief geflutet, da mußte ich durch. Nun bin ich auf dem Campingplatz der einzige Gast. Passt schon.

https://www.komoot.de/tour/t20866200?ref=atd

Ruhe

Besser gesagt Zwangsruhe. Irgendwie führte ich mich heute Morgen nicht so gut. Vermutlich in den letzten Nächten nicht genug Schlaf bekommen (Zugfahrt, Gewitter). Körperlich war es gar nicht so wild. Da ich gerade in einer Stadt war wollte ich das kurz abchecken lassen. Alles gut. Bis man mir ein Tröpfchen Blut abgenommen hat. Darauf hin bin ich ohnmächtig geworden – wie eigentlich jedes mal.
Das war es dann für den Rest des Tages.

Am Ende Radau

Der Tag war heute sehr durchwachsen. Er fing so schön an. Schöne Landschaft, gut ausgebaute und gekennzeichnete RadWege (das sind sie hier zumeist alle). Bis ich dann irgendwann an einer unscheinbaren Gabelung vorbei geraucht bin und das erst nach 7km bergab bemerkt habe. Dann entschied ich mich der Tour über eine Bundesstraße wieder beizutreten. Nur war es mir von da an zu viel Bundesstraße. Zwar nur wenig Verkehr und der hat auch immer schön Abstand gehalten, aber so kleine Straßen sind gemütlicher.
Hab nen Stop in Mariazell eingelegt. Nem Wallfahrtsort wie aus dem Buche – wegen des Nepp, der dort allgegenwärtig ist. Aber es gab auch warmen Strudel mit warmer Vanillesauce. Das können die hier!
Später hab ich mich nochmals verfranst. Zuerst zu früh, dann zu spät abgebogen, bis mir klar wurde das der Navi einen unscheinbaren, steilen Waldweg meinte. Das hab ich sein lassen und bin wieder RadWege anBundesstraße gefahren. Mal schön aber nicht immer…
Ach übrigens es gewittert gerade mal wieder – und wie es auf mein Zelt prasselt!

Man man man man

Gut, dass ich meine Tagesetappen nicht durchgeplant habe. Schon heute wäre es in die Hose gegangen, denn der Nachtzug nach Wien ist mit 4:30h Verspätung angekommen. Daher hat hier die Stadtbesichtigung auch nur für ein Foto am Stephansdom und nem Kaffee mit Apfelstrudel gereicht. War eh zu viel Gewusel in der Stadt.
In Wien und Umgebung herrschen derzeit 36*C Große Ambitionen für den Tag sind da nicht angebracht. Die ersten km waren auch eher ernüchternd. Aus dem Molloch erst mal raus zu kommen, und dann die ersten km. Mit Romantik hatte das nicht viel gemein.
Bis ich dann in die Berge angekommen bin. Ab Pottenstein. Ab da war ich in meiner Tour angekommen. Ist zwar noch eher Mittelgebirge, aber krass. Bremsen konnte mich nur ein aufziehendes Gewitter, wenige km vor meinem erhofften Ziel.

https://www.komoot.de/tour/t20653657?ref=atd

Mal ganz anders

Bei dieser Tour gibt es ein paar Dinge, die es bei meinen Touren zuvor so noch nicht gegeben hat. Zum ersten Mal starte ich nicht mit dem Rad in Hameln, sondern setze ich mich in einem Zug, um an den Start zu gelangen.
Dann ist erstmalig die Wegführung weitestgehend vorgeplant. Also wo es in etwa her gehen soll (!nicht aber wo ich am Abend mein Lager aufschlagen muss!). Für einige Abschnitte sind alternative Strecken gesteckt. Da kann ich mir meinem Befinden nach das passende aussuchen.
Was es auch noch nicht gegeben hat: ein mir vorgegebenes Ziel. – Die Alpen gehen nun mal bis ans Mittelmeer…
–  Zeit und Potential was zu erleben  –

Und jetzt mache ich mich auf den Weg!
(Zunächst mit dem Nachtzug von Hannover nach Wien)

Und eines Tages

… fällt dir auf, dass du 99% der Dinge nicht brauchst. Du nimmst all den Ballast und schmeißt ihn weg, denn es reist sich besser – so viel besser – mit leichtem Gepäck. (Silbermond)

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Ganz nach diesem Motto habe ich den Umfang meines Gepäcks für diese Reise deutlich eingeschränkt. Irgendwie muss ich in den nächsten Tagen die Berge hoch kommen.
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